Stoffwechseltypen: Diese Ernährungs-Fehler sollten Vata, Pitta und Kapha unbedingt vermeiden

Gesunde Ernährung – was ist das eigentlich? Das kommt ganz auf deinen Stoffwechseltyp an! Viele Diäten und Ernährungstrends scheinen DIE Lösung zu kennen: Low Carb, ketogen, Paleo, viel Eiweiß, nur „gesunde“ Fette, möglichst viel Rohkost, vegan, kein Zucker, nur Smoothies… Ja was jetzt? Im Ayurveda gibt es nicht DIE eine Ernährungsweise, die für alle gesund ist. Aus einem einfachen Grund: Weil es laut Ayurveda verschiedene Stoffwechseltypen gibt. Was der eine gut verträgt, führt beim nächsten zu Blähungen oder Durchfall. Letztendlich geht es darum, was du gut verdauen und verstoffwechseln kannst. Denn dann fühlst du dich rundum wohl und bist gesund. Die Bioenergien Vata, Pitta und Kapha beeinflussen die Verdauung und den Stoffwechsel. Je nachdem, welcher Stoffwechsel-Typ du von Natur aus bist, solltest du deine Ernährung entsprechend bewusst gestalten – und gleichzeitig weitere Faktoren, wie zum Beispiel die Jahreszeit, in deine Ernährungsentscheidungen mit einbeziehen. In diesem Blog-Artikel lernst du, welche Ernährungs-Fehler Vata-, Pitta- und Kapha-Stoffwechseltypen unbedingt vermeiden sollten.


Vata, Pitta oder Kapha: Woran erkenne ich, welcher Stoffwechseltyp ich bin? Je nachdem, wie viel Luft (Vata), Feuer (Pitta) oder Erde und Wasser (Kapha) du von Natur aus mitbringst, funktioniert dein Stoffwechsel.


Folgende Fragen helfen dir, deinen Stoffwechseltyp zu ermitteln:

  • Habe ich viel Hunger und Durst oder wenig?

  • Neige ich eher zu Verstopfung oder Durchfall?

  • Schwitze ich viel oder wenig?

  • Nehme ich schnell zu oder ab?

  • Baue ich schnell Muskeln auf?

  • Wie lange dauert es bis ich nach einer Mahlzeit wieder Hunger habe?

  • Brauche ich viel Schlaf oder wenig, um fit und energiegeladen zu sein?

  • Wie schnell regeneriere ich nach dem Sport? Neige ich zu Verletzungen oder Verspannungen?

Ein Pitta-Typ mit viel Feuer verdaut zum Beispiel schnell und hat viel Hunger und Durst, baut schnell Muskeln auf, schwitzt viel und ist durch viel Hitze im Körper aber auch verletzungsanfällig. Ein Vata-Typ leidet häufiger unter Verstopfung, friert eher, nimmt schnell ab, braucht viel Schlaf und längere Regenerationszeiten als andere. Kapha-Typen haben eine robuste, aber verlangsamte Verdauung, eher wenig Hunger und Durst, nehmen leicht zu und regenerieren sehr gut.


Diese Ernährungs-Fehler solltest du als Pitta-Typ vermeiden Pitta-Typen sollten auf keinen Fall „aushungern“. Mit deinem Turbo-Stoffwechsel brauchst du regelmäßig ausreichend zu essen – und zwar sofort, wenn der Hunger aufkommt! Du kannst auch komplexere Mahlzeiten gut verdauen. Um wirklich satt und zufrieden zu werden, verzichte nicht auf bestimmte Nahrungsmittelgruppen. Insbesondere solltest du nährende Kohlenhydrate nicht weglassen. Meide saure, scharfe und salzige Speisen sowie Milchprodukte in großen Mengen, weißen Zucker, rotes Fleisch, Alkohol und Fermentiertes. Alles, was „sauer“ im Körper wirkt, stört Pitta. Lange Fastenzeiten oder eine Low Carb-Diät wären für Pitta-Typen eine Qual.

Diese Ernährungs-Fehler solltest du als Vata-Typ vermeiden

Verzichte als Vata-Typ unbedingt auf Rohkost, Salate und grüne Smoothies! Die kannst du in der Regel nicht gut verdauen und sie führen zu Blähungen und Bauchweh. Außerdem ist trockene Nahrung für dich nicht gut geeignet. Knäckebrot und Reiswaffeln oder Brot solltest du, wenn überhaupt, nur mit ausreichend viel Fett zu dir nehmen. Auch kalte Nahrungsmittel, Kohl und Hülsenfrüchte sind für dich schwer verdaulich. Letztere solltest du nur mit verdauungsfördernden und entblähenden Gewürzen zu dir nehmen. Auch wenn dein Hunger sehr unregelmäßig ist: Vermeide es, einfach irgendwann mal viel und mal wenig zu essen. Für einen Vata-Typen wären High Protein, eine Rohkost-Diät oder intermittierendes Fasten nicht gut geeignet.

Diese Ernährungs-Fehler solltest du als Kapha-Typ vermeiden

Reiß dich zusammen und vermeide es unbedingt, zu snacken – auch wenn es schwer fällt. Denn die langsame Kapha-Verdauung braucht lange Verdauungspausen zwischen den Mahlzeiten. Als Kapha-Typ solltest du außerdem Süßes, zu viel Salz und Saures meiden. Zu viel Getreide, insbesondere Weizen, und auch sehr süße Früchte sowie Wurzelgemüse sind für dich nicht gut geeignet. Zu große Mengen und schweres, fettiges Essen lagert Kapha schnell ein. Auch Mahlzeiten, die spät am Abend eingenommen werden, sollten Kapha-Typen vermeiden. Eine Ernährungsweise mit vielen kleinen Mahlzeiten am Tag wäre nicht gut geeignet und würde den Kapha-Stoffwechsel stören.


Du siehst: Je nach Stoffwechseltyp ist eine andere Ernährungsweise zuträglich für dein Wohlbefinden und deine Gesundheit. "Du bist, was du verdaust", heißt es im Ayurveda. Finde heraus, welche Ernährungsweise für dich gut passt. Du wirst feststellen, wie viel wohler und energiegeladener du dich mit der passenden Ernährung fühlst!

©2020 with love by Linda Gallner.