5 wirksame ayurvedische Tipps gegen Heißhungerattacken und Lust auf Süßes

Du hast das Gefühl, ständig Hunger zu haben? Du fühlst dich machtlos gegen deine Heißhungerattacken am Nachmittag und Abend? Du hast einfach jeden Tag unbändige Lust auf Süßes, Salziges, Ungesundes? Heißhunger ist eines der häufigsten Probleme von Frauen, die mit ihrer Ernährung und ihrem Körper kämpfen – oft weil sie Kalorien zählen, an Diäten festhalten oder Ernährungstrends befolgen. Wie kann dir Ayurveda helfen, endlich deine fiesen Heißhungerattacken loszuwerden? Schritt für Schritt! Auf deinem Weg zur intuitiven Ernährung ist es am Anfang schwierig zu unterscheiden, woher der Heißhunger kommt, ob und wie du ihm nachgehen solltest. Meistens ist es doch so, dass wir nicht widerstehen können und uns nach der Nascherei Vorwürfe machen – anstatt einfach zu genießen. Wir ärgern uns, dass wir es wieder nicht geschafft haben, nicht zu snacken oder auf Zucker und verarbeitete Lebensmittel zu verzichten – wie es der Ayurveda doch eigentlich empfiehlt. Und am nächsten Tag geht der Kreislauf von vorne los… Schluss damit! Ich verrate dir heute meine 5 wirksamsten Tipps gegen Heißhunger aus meinen Coachings – natürlich ayurvedisch!

1) Achtsam Kochen und Essen

Bevor du dir dein Essen zubereitest, frage dich immer: Worauf habe ich gerade wirklich Lust? Was brauche ich jetzt, damit ich mich richtig wohl fühle? Hast du Lust auf eine süße Mahlzeit, dann verwende Getreide und süße Gemüse wie Wurzelgemüse. Wenn du Lust auf etwas Deftiges hast, dann setze auf Hülsenfrüchte und verwende statt Salz eine schöne Gewürzmischung. Koche mit Liebe und würze mit Feingefühl. Genieße deine Mahlzeit, kaue gut, schmecke hin und spür gut in dich hinein. Beobachte, wie es dir nach der Mahlzeit geht: Was sagt dein Bauch? War das eine Mahlzeit, die dir gut getan hat? Oder fehlt dir noch etwas? Wenn nein: Super! Wenn ja: Frage dich, was du beim nächsten Mal besser machen kannst, um Körper, Geist und Seele mit deinem Essen zu nähren. Probiere dich aus! Jeder ist anders und jeden Tag brauchst du etwas anderes, um in Balance zu kommen.

2) Integriere alle 6 Geschmacksrichtungen in deine Mahlzeiten

Es heißt, eine gute ayurvedische Mahlzeit enthält alle 6 Geschmacksrichtungen: süß, salzig, sauer, scharf, bitter und herb. Es reicht, wenn du es schaffst, alle Geschmacksrichtungen über den Tag verteilt einzubauen. Dann ernährst du dich ausgewogen und entwickelst weniger Heißhunger auf bestimmte Nahrungsmittel mit bestimmten Geschmacksrichtungen, die dir „fehlen“. Wenn du nicht weißt, welche Nahrungsmittel welche Geschmacksrichtungen enthalten, dann verwende Gewürze und Kräuter. Sie enthalten oft die Geschmacksrichtungen bitter, scharf und herb, die du in vielen Nahrungsmitteln mit vorwiegend süßem Geschmack (das sind tatsächlich fast alle!) nicht findest. Ein Chutney oder Knoblauch sind zwei Beispiele für Nahrungsmittel, die alle 6 Geschmacksrichtungen enthalten!

3) Lerne emotionalen Hunger von echtem, körperlichem Hunger zu unterscheiden

Einer der wichtigsten Punkte, um Heißhunger zu umgehen: Frage dich zunächst, ob du wirklich (körperlich) Hunger hast, oder ob deine Lust auf bestimmte Lebensmittel einen emotionalen Hintergrund hat. Echter Hunger entsteht nicht plötzlich und akut, sondern entwickelt sich langsam und gleichmäßig stärker werdend nach etwa 3 bis 5 Stunden Abstand zur vorhergehenden Mahlzeit. Heißhunger ist in vielen Fällen einen emotionalen Hintergrund – je nach Konstitution kann dieser unterschiedlich sein:


- Vata-Konstitutionen neigen dazu, sich mit süßen Nahrungsmitteln erden zu wollen. Was du dann also eigentlich brauchst, ist Erdung und das geht auch durch eine Entspannungsübung, atmen, eine kurze Meditation oder einen Spaziergang in der Natur.

- Pitta-Konstitutionen haben oft das Gefühl, schnelle Energie zu brauchen, wenn sie sich wieder einmal an ihrer Arbeit „verbrennen“. Viel sinnvoller als die Tafel Schokolade wäre es für Pittas, regelmäßig z.B. kurze Bewegungs-Pausen einzubauen, um die Energiespeicher wieder zu füllen.

- Kapha-Konstitutionen wollen sich durch Süßes häufig einfach nur aufmuntern oder belohnen. Hier kann eine Umarmung von einem lieben Menschen oder ein großes Lächeln vor dem Spiegel auch schon helfen.

4) Erlaube dir zu naschen – der Zeitpunkt macht‘s!

Übrigens: Es ist überhaupt nicht tragisch, sich auch mal Süßes oder Chips zu gönnen. Genieße es! Und lass es nicht zur (schlechten) Gewohnheit werden. Ein Stück Schokolade kann manchmal sehr heilsam sein und du darfst dir das auch gönnen. Am besten direkt zur Nachspeise. Aber nasche nicht einfach nebenbei und unachtsam zwischendurch bei der Arbeit oder vor dem Fernseher. Verdirb dir nicht den Appetit auf deine nächste liebevoll zubereitete Mahlzeit damit. Essen hat immer deine volle Aufmerksamkeit verdient! Einfach irgendwas irgendwann in dich reinzufuttern ist weder gesund, noch fühlst du dich wohl damit.

5) Lege schlechte Gewohnheiten ab und etabliere gesunde Routinen

Und dabei wären wir beim letzten Punkt: Hör auf, deinen emotionalen Hunger alternativlos durch Essen zu befriedigen. Geh tief in dich rein und wähle bewusst und aus Selbstliebe heruas eine andere Lösung, einen neuen Weg (siehe Punkt 3). Ich weiß, am Anfang scheint das schwierig. Aber bald wirst du merken, du „brauchst“ die Schokolade, die Chips, die Gummibärchen, den Kuchen etc. nicht. Hole dafür neue, schöne Dinge in dein Leben! Geh eine Runde spazieren, zünde dir ein Räucherstäbchen an, mach dir einen schönen Tee, probiere ein paar Yoga-Übungen, übe dich in der Meditation…Es gibt so viel zu entdecken, das Körper, Geist und Seele nährt! Ich wünsche dir viel Freude auf deinem Weg in eine bewusste, gesunde und genussvolle intuitive Ernährung mit Ayurveda!

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