Ayurveda-Foodhacks: Warum ein warmes Frühstück genial ist und du nachts nichts essen solltest.

Wann esse ich was und wie viel davon? Wie viele Mahlzeiten am Tag sind ideal? Und: Macht essen nach 18 Uhr wirklich dick? Ich wette, diese Fragen hast du dir auch schon mal gestellt. Im Ayurveda gibt es darauf klare Antworten und nachvollziehbare Empfehlungen. Im heutigen Blog-Artikel lernst du unter anderem, warum es schlau ist, morgens ein warmes Frühstück wie Porridge zu essen und warum du nachts nichts essen solltest.


Eat o‘clock! Wann und wie oft soll ich essen?

Bevor du überlegst, wann der richtige Zeitpunkt zum Essen ist: Hör auf deinen Körper! Denn die wichtigste Empfehlung überhaupt ist: Iss nur, wenn du Hunger hast. Denn wenn du keinen Hunger hast, ist das oft ein Zeichen dafür, dass dein Körper die vorhergehende Mahlzeit noch nicht verdaut hat. Immer gut sind außerdem feste, regelmäßige Essenszeiten, um deinen Körper an eine Routine zu gewöhnen. Je nach Konstitution empfiehlt der Ayurveda 3 oder sogar nur 2 Mahlzeiten am Tag. Wichtig ist, dass du deiner Verdauung zwischen den Mahlzeiten etwa 3 bis 5 Stunden Pause gönnst.

Frühstück, Mittagessen, Abendessen: Was soll ich wann essen?

Wenn es um das „was“ geht, hilft dir im ersten Schritt die Dosha-Uhr. Du solltest wissen, dass morgens zwischen 6 und 10 Uhr Kapha-Zeit ist. In dieser Zeit ist dein Verdauungsfeuer noch schwach und du solltest es nicht überlasten. Um Kapha auszugleichen solltest du warm und leicht essen, denn Kapha hat die Eigenschaften schwer und kalt. Mittags kannst du dagegen richtig zuschlagen, denn zwischen 10 und 14 Uhr ist Pitta-Zeit. Hier läuft dein Verdauungsfeuer auf Hochtouren und du kannst auch eine große Mahlzeit gut verdauen. Zwischen 18 und 20 Uhr solltest du dein Abendessen genießen. Da herrscht allerdings wieder Kapha vor. Also: Iss wieder warm und leicht.

Tipp: Wenn du etwas Übergewicht hast und aus gesundheitlichen Gründen abnehmen solltest, dann empfiehlt es sich, nicht in der Kapha-Zeit zu essen. Schieb also das Frühstück etwas nach hinten in die beginnende Pitta-Zeit und ziehe dein (warmes) Abendessen vor 18 Uhr (Vata-Zeit).

Wichtig: Das soll nicht heißen, dass Essen nach 18 Uhr dick macht – keinesfalls! Achte nur darauf, dass es leicht und warm ist, damit du es gut verdauen kannst.

Mit diesem Wissen im Hinterkopf kannst du dann die Lebensmittel auswählen, die dir schmecken. Wenn du eine gute Intuition hast, wirst du automatisch zu solchen greifen, die dich in der Balance halten.

Letzte Mahlzeit nicht zu spät essen!

Die letzte Mahlzeit des Tages solltest du etwa 2 Stunden vor dem Schlafengehen zu dir nehmen. Warum? Weil du sie noch am gleichen Tag verdauen können solltest. Denn: nachts (zwischen 22 und 2 Uhr herrscht wieder Pitta vor) läuft unser Stoffwechsel auf Hochtouren! Aber nur, wenn du ihn lässt und nicht unnötig mit Verdauen beschäftigst. Jetzt weißt du auch, warum du zwischen 22 und 23 Uhr ins Bett gehen solltest. Schlaf, damit dein Körper schön verstoffwechseln kann. Vermeide es, nachts nochmal einen Snack zu nehmen, bevor du dich hinlegst. Denn der bleibt dann schön in deinem Magen liegen über Nacht und hindert deinen Körper daran, die nächtlichen Stoffwechsel- und Reinigungsprozesse sauber abzuschließen.

Die Krux mit der Menge: Wie viel soll ich essen?

Eigentlich ganz einfach: So viel, dass du dich danach noch wohl fühlst. Stell dir etwa die Menge vor, die in deine beiden Hände passt, wenn du sie zu einer Schale formst. Im Ayurveda sagt man, dass etwa ein Drittel bis ein Viertel des Magens noch frei bleiben sollte, damit der Nahrungsbrei auch noch gut "durchgerührt" werden kann. Ich sag lieber: Es sollte noch eine Hand voll Sonnenstrahlen im Bauch Platz haben :)!#


Pro-Tipp: Nimm einfach zu jeder Mahlzeit deine Lieblingsbowl und füll sie mit genau dem, was dein Herz begehrt. Das ist manchmal vielleicht nur etwas gekochtes Gemüse, manchmal vielleicht ein Kichererbsencurry…

Fazit: Gesunder ayurvedischer Rahmen für intuitives Essen

Ayurveda bietet dir mit dem überlieferten alten Wissen aus der Beobachtung der Natur einen wunderbaren Rahmen, in dem du deine Ernährung nach deinen Bedürfnissen gestalten kannst. Intuitiv Essen – ja! Aber bitte auf gesunde Art und Weise.



©2020 with love by Linda Gallner.