Ama: Woran du erkennst, ob du von „Schlacken“ belastet bist und 8 vorbeugende Schutz-Maßnahmen

Ama, übersetzt „Unverdautes“ und auch bekannt als „Schlacken“, ist aus ayurvedischer Sicht der Ursprung der meisten (chronischen) Krankheiten. Wenn du mit Ayurveda schon etwas weiter gekommen bist, ist dir der Begriff sicher schon über den Weg gelaufen. Aber was heißt das eigentlich genau? Wie entsteht Ama? Und vor allem: Was kannst du vorbeugend tun, um gesund und vital zu bleiben?

Ama: Unverdautes, Schlacken oder Stoffwechselrückstände

Ama, das sind unverarbeitete Stoffwechselprodukte aus der Nahrung, die in deinem Körper entstehen und eine schädigende Wirkung haben. Also: Unverdauter Nahrungsbrei, der von vom Körper nicht ausgeschieden oder abgebaut werden kann. Das Unverdaute verbleibt im Körper, gärt vor sich hin und richtet Schaden an.

Ama kannst du dir von den Eigenschaften her vorstellen wie eine stinkende, schleimige, schwere, klebrige und zähe kalte Masse. Die Eigenschaften sind Kapha ähnlich und Agni, dem Verdauungsfeuer, entgegengesetzt.

Schwaches Agni: So entsteht Ama

Ama entsteht, wenn dein Verdauungsfeuer schwach ist oder wenn du zu oft zu schwer verdaulich isst. Dein Verdauungsfeuer ist überfordert und kommt nicht mehr hinterher. Meistens schafft es dein Körper irgendwann doch noch, Ama über den Stuhl auszuscheiden, wenn du deine Verdauung entlastest. Aber wenn Ama sich einmal auf Ebene der Gewebe festsetzt, mit den Doshas verbindet und zu wandern beginnt, wird dein Körper zunehmend belastet. Ama kann in die Blutbahn gelangen, die Atemwege beeinträchtigen, Kanäle blockieren und auch zu Konzentrationsstörungen, Unklarheit und Ängsten führen. Du fühlst dich schwer, steif und schwach.

Zeit für einen Detox? So erkennst du Ama.

Je nachdem, ob sich Ama gegebenenfalls mit Vata, Pitta oder Kapha verbindet, kannst du spezifische Symptome wahrnehmen. Im Allgemeinen deuten folgende Anzeichen auf Ama hin:

- Mundgeruch

- dicker Zungenbelag

- Müdigkeit / Energielosigkeit

- steife Gelenke und Schmerzen im Körper

- schlechter Körpergeruch

- Konzentrationsschwierigkeiten

- „aufgedunsen sein“

- klebriger und stark riechender Stuhl

- aufgeblähter, aufgetriebener Bauch

Wenn Ama vorhanden ist, gibt es zwei ineinandergreifende Ansätze, um Ama wieder in eine ausscheidungsfähige Form zu bringen: Das Verdauungsfeuer stärken und die Verdauung und Ausscheidung anregen. Du solltest dabei auch unbedingt deine Ernährung umstellen, um dich in diesem Entgiftungsprozess zu entlasten. Bewege dich außerdem viel an der frischen Luft, ohne dich zu überlasten.


Wenn du bereits seit längerem unter oben genannten Beschwerden leidest oder sogar schon Krankheiten entwickelt hast, kann eine ayurvedische Panchakarma-Kur zur Ausweitung heilsam sein. Wende dich in diesem Fall an einen Ayurveda-Arzt oder ein Ayurveda Zentrum deines Vertrauens.

Ama: Das kannst du vorbeugend gegen Schlacken tun

Klar ist: Du solltest vorbeugend dein Verdauungsfeuer stärken. Denn ein schwaches Verdauungsfeuer ist die Ursache von Ama. Außerdem solltest du deine Verdauung nicht überfordern durch eine Ernährung, die du nicht verdauen kannst. Ausgehend von diesem beiden vorbeugenden Maßnahmen kommen hier 5 konkrete Tipps:

  • Trinke täglich viel warmes, abgekochtes Wasser.

  • Iss nur, wenn du Hunger hast.

  • Iss nicht zu viel.

  • Iss in Ruhe und kaue gut.

  • Vermeide den ayurvedischen Tod aka Nahrungsmittelkombinationen, die unverdaulich sind.

  • Bewege dich ausreichend.

  • Reduziere Stress.

  • Achte auf guten Schlaf.

Das beste Mittel gegen Ama: Finde zu deiner Natur und bleib in Balance! Achte darauf, dass du dich so ernährst, dass es zu deiner Verdauung passt. Achte auch auf die Eindrücke, mit denen du deinen Geist fütterst (ja, Ama kann auch aufgrund von psychischer Überlastung entstehen!). Lebe so, dass du in deiner Mitte bleibst. Das bedeutet, dass du täglich in dich hineinhörst. Das bedeutet auch, dass du für deine Gesundheit und dein Wohlbefinden passende Entscheidungen für dich triffst. Nicht nur eine Woche, sondern dein ganzes Leben lang.

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